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"Renaissancemusik mit Gesang und Lauten"

mit dem Duo Clotilde Diekmann (Sopran) & Henner Kahlert (Laute, Vihuela)

Konzert: Sonntag, 4. November 2012 - Beginn 19.00 Uhr

Lieder zur Laute und Theorbe und Vihuela

Clotilde Diekmann und Henner Kahlert unternehmen mit ihrer Interpretation von Lautenliedern eine musikalische Reise durch das Europa des 16. und 17. Jahrhunderts, von Spanien über Frankreich, Italien und Deutschland bis nach England. Am bekanntesten sind die englischen "lutesongs", insbesondere diejenigen von John Dowland. Die Künstler zeigen darüber hinaus, welche Kostbarkeiten zu finden sind in der höfischen Musik Spaniens und in dem in Deutschland kaum bekannten französischen Pendant zu den lutesongs: den „airs de cour“. Zur Begleitung durch die Theorbe haben sie Madrigale, Arien, Airs und Songs aus Italien, Frankreich, Deutschland und England ausgewählt, die auch heute noch die Zuhörer verzaubern können.

Duo

So wie jedes Land seinen eigenen Stil des Lautenlieds entwickelte, bevorzugte es jeweils besondere Instrumente der Lautenfamilie. Henner Kahlert hat eine Vielzahl unterschiedlichster Lauten selbst gebaut, setzt diese bei den Auftritten des Duos auch ein und erläutert sie: In Spanien war es die gitarrenförmige, wie eine Laute gestimmte Vihuela, in Frankreich zumeist eine Renaissancelaute in der Stimmung in A, in England eine solche in der Stimmung in G. Ausgehend von Italien setzte sich im Verlauf des 17. Jahrhunderts in ganz Europa die Theorbe durch. Neben der typischen in A gestimmten Theorbe spielt Henner Kahlert auch eine englische Theorbe in G, die in den Quellen als „theorbolute“ genannt ist.

Die Lieder sind überwiegend Vertonungen von Gedichten zur Liebe, aus der Sicht des werbenden, schmachtenden oder verschmähten Liebhabers, des Mannes also, dennoch geschrieben für eine hohe Stimme, oft auch noch im Sopranschlüssel. Clotilde Dieckmann versteht es, die vielen Affekte der Musik darzustellen, die von tiefster Melan-cholie und Verzweiflung bis zur jauchzenden Freude reichen.

Clotilde Diekmann

Clotilde Diekmann studierte Querflöte in Straßburg, Mailand, Paris und Genf. Für ihre Leistungen wurde sie mehrfach ausgezeichnet. Sie spielte in verschiedenen Orchestern und unterrichtete Flöte in Frankreich und Italien, entschied sich dann aber, auch noch ein Gesangsstudium aufzunehmen. Sie war Schülerin von Evelyne Brunner und Hilde Zadek in Wien. Neben Engagements an Opernhäusern in Frankreich sowie in Genf widmete sie sich auch zeitgenössischer Musik im französischen Ensemble „Musicatreize“. In der Begegnung mit dem Lautenisten Henner Kahlert konnte sie sich den langgehegten Wunsch erfüllen, italienische Madrigale und englische Lutesongs zu singen.

Henner Kahlert

Henner Kahlert begann als Jazzmusiker (Gitarre und E-Bass) und befasste sich parallel dazu intensiv mit der klassischen Gitarre, bis er sich schließlich ganz den leisen Tönen und dem barocken Generalbassspiel auf Laute und verwandten histor-ischen Zupfinstrumenten widmete (Arciliuto, Theorbe, Vihuela, Barockgitarre), angeleitet von Jürgen Hübscher und Robert Barto. Die unterschiedlichen Instrumente, die das Repertoire erfordert, baut er selbst.

Ort:

Hörsaal des Instituts für Medizinische Psychologie

Beginn:

19.00 Uhr

Eintritt:

15 € (ermäßigt 12 €)

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