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"Trio Trans / / Formation"
mit Nippy Noya, Hermann Kathan & Jürgen Grözinger alias DJ Jueri Gagarino

Konzert: Mi., 14.10.2009 - Beginn 20.00 Uhr

Veranstaltungsort:
Hörsaal des Instituts für Medizinische Psychologie an der Universitätsklinik Heidelberg, Bergheimerstr. 20, 69120 Heidelberg, linker Eingang (Nähe Bismarckplatz)
Eintritt:
18 € / erm. 14 € (mit Nachweis)
Karten erhalten Sie nur an der Abendkasse. Es ist keine Platzreservierung erforderlich.

Durch jahrelange musikalische Zusammenarbeit kommunizieren Nippy Noya und Herman Kathan mit traumwandlerischer Sicherheit miteinander. Ihr musikalischer Fundus wird gespeist aus den traditionellen Kulturen Afrikas, Asiens und Lateinamerikas. Das Instrumentarium reicht von kultischen Trommeln über klassische asiatische Saiteninstrumente über sinnliche Instrumente wie das Kalimba bis hin zu digitalen Sounds. Ihre rhythmischen Dialoge sind zuweilen ekstatisch eruptiv oder erreichen einen intimen Charakter, der dem Publikum unter die Haut geht. Immer wieder sind Konzertbesucher so von der Musik berührt, dass ihnen die Tränen kommen.

Zu diesem außergewöhnlichen Duo gesellt sich nun der DJ und Elektronik-Musiker Juri Gagarino alias Jürgen Grözinger. Er kreiert Klangflächen, Sounds und Loops, die das Zusammenspiel von Musik und Sprache fokussieren, wobei hier insbesondere seine Vorliebe für die Poesie der Surrealisten zum Vorschein kommt. Mit diesen Klanggebilden schafft Grözinger einen atemberaubenden Kontrast zu den kraftvollen und rituell anmutenden Grooves von Noya und Kathan. Zu dritt bilden sie das Ensemble Trans//Formation. Auf der Suche nach neuen Klängen und Strukturen brechen sie mit ihrem musikalischen Konzept die Mauern und Grenzen zwischen U- und E- und World-Music auf. Dabei verlässt das Ensemble mitunter den klassischen Bühnenraum und sucht sich neue Aufführungsräume für seine Konzerte und Lounge-Programme.

Nippy Noya zählt zu den besten Conga-Spielern Europas. Als Sohn eines japanischen Taiko-Schlagzeugers auf Sulawesi /Indonesien geboren, ist er heute, nachdem er über 35 Jahren lang die Trommelmusik in Europa geprägt hat, einer der gefragtesten Percussionisten überhaupt. Er ist in der traditionellen Musik Südamerikas ebenso zu Hause wie in der zeitgenössischen Jazz-, Rock- und Popmusik. Sein Instrumentarium reicht von der melodiösen Kalimba bis hin zu Digital Percussion. Er ist in der ganzen Welt aufgetreten und hat bei vielen Fernsehsendungen mitgewirkt. Die Liste der Audio-Produktionen an denen er beteiligt war, ist unendlich lang. Er spielte mit und für Künstler wie John McLaughlin, Jan Akkerman und Stan Getz sowohl auf der Bühne als auch im Fernsehen. Er begleitete Tourneen von Größen wie Herbert Grönemeyer, Udo Lindenberg, Eric Burdon, Billy Cobham, Chaka Khan oder Peter Maffay Er ist Dozent an der Musikhochschule in Enschede in den Niederlanden.

Herman Kathan ist ein ausgewiesener Spezialist für westafrikansiche Percussion und zählt in Deutschland zu den weniger als einer handvoll Personen, die als weiße Kenner und Könner „schwarzer“ Musik gelten. Von vielen afrikanischen Kollegen geachtet, ist Mamady Keita aus Guinea der berühmteste, der Kathan seine tiefen Einblicke in die westafrikanische Musik bescheinigte.
Seine Musik übersteigt allerdings bei weitem, was bisher landläufig unter Percussionmusik verstanden wurde. In den Kompositionen und Improvisationen spannen sich die weiten Bögen von der traditionellen Musik Afrikas, Asiens und Lateinamerikas bis weit hinein in die Welt, digitaler sounds und vokaler Grooves. Immer wieder blitzen Zitate aus der zeitgenössischen Jazz und Rockmusik auf, gepaart mit der erdigen Kraft alter, ritueller Musik aus den unterschiedlichsten Traditionen. Kathan hat mit seiner Musik eine Tonsprache gefunden, welche die alten Trance-Kulte verschiedener Kulturen in unserer zeitgenössischen Musik aufleben lässt und in den Kontext unserer europäischen Welt stellt. Die Presse brachte es auf den Punkt: „Percussion-Konzert der Sonderklasse“ (Lauterbacher Anzeiger 21.06.03)

Trio TransFormation

Der gebürtige Ulmer Jürgen Grözinger absolvierte ein klassisches Musikstudium mit Hauptfach Perkussion in München und in Stuttgart mit einem anschließenden Aufbaustudium Kulturmanagement in Hamburg. Nach vielfältigen Tätigkeiten im klassischen Umfeld gründete er 1996 das Ensemble European Music Project dessen künstlerischer Leiter er ist. Seit 1996 kuratiert er das Festival „neue musik im stadthaus ulm“. Hier schuf er eine Plattform für sein Anliegen, aktuelle Musik in unterschiedlichsten Ausrichtungen zu präsentieren: Er zeigt Linien auf von der klassischen Moderne bis in die heutige Club-Musik, immer mit einem Bewusstsein für aktuelle gesellschaftliche wie auch politische Fragestellungen. Nur natürlich ist für ihn, dass er sich deshalb ebenso als DJ wie als Musiker, Komponist und Kurator betätigt.

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